Ein Fluss prägt die Landschaft

Die Ems, der kleinste Strom Deutschlands, ist für Rheine von zentraler Bedeutung. Sie entwässert ein Gebiet von der Größe des Bundeslandes Rheinland-Pfalz (18.105 km²), ist als Wasserstraße unersetzlich (Dortmund-Ems-Kanal) und den Bürgern von Rheine ständig vor Augen.

Geschichte

Hätte der Fluss nicht gerade hier die Klippen des im Westen abgesunkenen Teutoburger Waldes überwunden - gäbe es die Stadt vermutlich nicht. Schon die Römer haben die „Amisia“ mit ihrer Flotte genutzt, und Karl der Große fuhr auf ihr bis zur Mündung bei Emden, um sein Reich zu kontrollieren. Für den Transport von Waren auf den typischen Emspünten war sie unverzichtbar und für die Entwicklung der Baumwollindustrie in Rheine im 19. Jahrhundert die Voraussetzung. Den Bentlager Raum hat sie entscheidend gestaltet.

 

Naturschutzgebiet

Die Ems ist ein äußerst ruhiges Paddelgewässer, für Anfänger geradezu geeignet. Sie verfügt über eine naturnahe Beschaffenheit, da sie in großen Teilen unter Naturschutz steht. Aus diesem Grund ist auch der Motorbootverkehr bis zur Eisenbahnbrücke der sogenannten "Soldatenbrücke" untersagt. Lediglich ein Floß passiert den Bereich Rheine-Innenstadt bis Rheine-Elte.

 

Paddelstrecke

Die Paddelstrecke Emsdetten bis Rheine ist circa 18,8 km lang und ideal für eine Tagestour, inklusive Pausen sind die Kanuten ungefähr fünf Stunden unterwegs. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Einkehr. An der Bockholter Emsfähre in Rheine-Elte erlebt man die letzte noch in Betrieb befindliche, historische Ems-Seil-Fähre. Bei einer Einkehr sollte man dort einmal auf den Türrahmen der Eingangstür schauen. Man sieht an der linken Seite die Markierung „1946“. In diesem genannten Jahr hat das Hochwasser der Ems an dieser Markierung gestanden. Kaum vorstellbar bei der „zahmen“ Ems, wie sie heute erlebbar ist.